Bevor es mit dem Review losgeht ein kurze Info. Mit Cheating Craft starten nun meine Reviews der vergangenen Anime Herbst Season. In den nächsten Wochen, bzw. Monaten, werde ich einige Serien die in den letzten paar Monaten ausgestrahlt wurden reviewen. Also vergesst nicht immer mal wieder vorbeizuschauen um kein Review zu verpassen. Genug geredet, los gehts:

HANDLUNG// Cheating Craft spielt in einer Welt, in der bereits zur Schulzeit betstimmt wird wie dein Leben verlaufen wird. Nur diejenigen die gute Testergebnisse abliefern können später ein erfolgreiches Leben führen. Aber natürlichen verlassen sich nicht alle Schüler aufs Büffeln. Die sogenannten C-Types versuchen mit allen Kräften ihre Lehrer auszutricksen und ihre Prüfungen durch schummeln zu bestehen. Doch nicht nur die strengen Prüfungsleiter stehen den C-Types im Weg auch die Streber, oder L-Types, versuchen alles um ihre Chance auf ein erfolgreiches Leben zu erhören. Doch dann treten Mumei und Koi auf den Plan: Er ist Nachfahre der bekannte Shokatsu Familie und ein C-Type und sie ein L-Type durch und durch. Doch die beiden schließen sich zusammen um den Irrsinn dieser Tetss gemeinsam zu bestehen.

Bei 10 Minuten pro Folge handelt es sich mit Cheating Craft um eine Short Form Anime, dementsprechend waren meine Erwartungen an die Story nicht sehr hoch. Jedoch hatte mich die Prämisse, dass ein paar Schüler auf kreative Weise versuchen müssen zu schummeln schon ein bisschen angefixt. Umso entäuschter bin ich jetzt, nachdem ich die gesammte Staffel gesehen habe. Die Story-Beschreibung ist ziemlich irreführend, da sehr schnell klar gemacht wird, dass die Rahmenhandlung lediglich als Alibi dient um C-Types, L-Types sowie Lehrer in verrückten Arenen gegeneinander kämpfen zu lassen. Ich bin ein Freund von Shonen bzw. Battle Anime, aber schaffen es die Kämpfe nur selten einen mitzureißen.

Am verwirrtesten war ich allerdings vom merkwürdigen Pacing. Die Serie beginnt mit ein paar Folgen, die so ziemlich demselben Muster folgen, ehe plötzlich eine wirre Found Footage/Drama/BL Episode gezeigt wird. Danach spielen die eigentlichen Tests nur noch eine sekundäre Rolle und werden meist nach ein paar Minuten abgehakt um die eigentliche Handlung weiterzutreiben.

©2016 HAOLINERS/絵梦

CHARAKTERE// Einer verworrenen Geschichte könnte ich noch verzeihen, wenn dafür die Charaktere interessant und sympathisch wären, doch leider zieht Cheating Craft auch hier den kürzeren. Mumei und Koi sollte eigentlich das zentrale Duo sein, doch verkommt Koi relativ schnell zur fanatischen BL Tsundere (ohne den „dere“-Part). Charaktere die anfangs als eventuell interessante Nebencharaktere vorgestellt werden, werden entweder nur als Running Gag gebraucht oder sagen vielleicht einen Satz pro Episode.

Ich bin mir bewusst, dass es sich hierbei um einen Gag Anime handelt und ich bin flachem Humor auch nicht immer abgeneigt; dennoch muss nicht jeder Charakter lediglich existieren um ein Klischee zu bedienen.

ANIMATION// Die Animation ist solide und der Art Style versucht keine großen Experimente. Das es sich nicht um eine Produktion eines Top-Studios handelt blitzt zwar immer wieder durch, dennoch kann man sich die Serie anschauen ohne, dass einem die Augen bluten.

FAZIT// Ich weiß, dass sich das Review ziemlich hart anhört, wenn man bedenkt, dass es sich hierbei um einen Short Form Gag Anime handelt. Aber der Serie fehlt ein roter Faden oder zumindest ein paar interessante Charaktere die die verschiedenen Teil zusammenhalten. Wenn dann auch noch der Humor nur selten wirklich einfallsreich ist und einen zum Lachen bringt, dann gibt es wenig Gründe sich den Anime anzuschauen.

Cheating Craft wurde von dem chinesischen Animationsstudio Haoliners Animation League produziert und lief vom 5. Oktober bis zum 22. Dezember auf dem japanischen Sender Tokyo MX.

Die erste Staffel umfasst 12 Episoden. Ihr könnt die gesamte Serie auf Crunchyroll sehen.